
Wenn Kinder oder junge Menschen an Krebs erkranken, sei das die wohl härteste Prüfung für eine Familie. Zwar lägen die Heilungschancen heute bei etwa 80 Prozent, aber in dieser Krisensituation werde neben einer großen moralischen Unterstützung nicht selten auch finanzielle Hilfe benötigt, heißt es seitens des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche“, der im Jahre 2008 in Lohne gegründet worden ist.
„Unser Ziel ist es, den Betroffenen und ihren Angehörigen in der schwierigen Zeit beizustehen“, so Vorstandsmitglied Dirk Christ. Man sei auf Spenden angewiesen, um in solchen Fällen unbürokratisch helfen zu können. Unter anderem unterstütze man immer wieder die wichtigen Typisierungsaktionen, helfe, wenn eine Krankenkasse bestimmte Kosten nicht oder nur teilweise übernehmen würde oder wenn Umbauten in einem Haus oder einer Wohnung notwendig seien.
Eine Spende konnte Christ jetzt wieder einmal für den Verein in Empfang nehmen, und zwar von der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Mühlen. Die hatte ihre diesjährigen Aufführungen nach einem Trauerfall noch vor der Premiere abgesagt. Wer Tickets gekauft hatte, durfte die zurückgeben, worauf aber viele Käufer verzichteten, nachdem die Kolpingsfamilie verkündet hatte, die Einnahmen aus nicht zurückgegebenen Eintrittskarten für gute Zwecke zu spenden.
Der Kartenvorverkauf sei zu diesem Zeitpunkt gut gelaufen, einige Aufführungen bereits ausverkauft gewesen, berichtet Elisabeth Stukenborg. Es seien 2888 Euro zusammengekommen, die man auf 3000 Euro aufgerundet habe, um drei gemeinnützige Organisationen jeweils 1000 Euro zukommen lassen zu können.
Neben dem Lohner Verein sind das laut Ruth Schlarmann von der Theatergruppe das Kinderhospiz Löwenherz in Syke und die Deutsche Stiftung Organspenden.
Foto + Text: OV Vechta